In den Abgrund starren und dabei Glas essen

Elon Musk wurde befragt was es für ihn bedeutet Gründer zu sein. Interviewed wurde Elon von Salman Khan, Gründer von Khan Academy.

Elon Musk (ab 39:40): Wenn Leute über das Gründen reden, dann hört man sie oft sagen es sei ein riesen Spass und insgesamt ein positiver Prozess. Das stimmt aber nicht. Ja, es gibt durchaus Phasen die Spass machen, aber insgesamt ist gründen ziemlich schrecklich. Wenn man sich ein junges Start-Up anschaut, dann hat man im Grunde das Destillat der größten Probleme vor sich. Als Gründer macht es keinen Sinn sich um Dinge zu kümmern die gut laufen.

Man hat als Gründer nur Zeit sich um Dinge zu kümmern, die außerordentlich schlecht laufen. Im eigenen Start-Up laufen zudem ständig Dinge falsch, um die sich andere nicht kümmern können und wollen. Somit bleiben die größten Probleme immer beim Gründer. Man muss sich schon gezwungen fühlen diese Aufgaben zu übernehmen und dabei gleichzeitig eine große Schmerzverträglichkeit aufweisen. Ein Freund von mir sagt dazu: Gründen ist wie ständig in den Abgrund zu schauen und dabei Glas zu essen. In den Abgrund schauen heißt hier soviel wie ständig das Scheitern des eigenen Unternehmens vor Augen zu haben. Weil einfach die meisten Start-Ups scheitern. 90 oder sogar 99% aller Start-Ups scheintern. Abgrund bedeutet somit: Wenn ich das Problem jetzt nicht löse, dann wird das Unternehmen sterben. Dieser Dauerzustand ist mit sehr viel Stress verbunden. Glas essen bedeutet das du dich um Probleme kümmerst um die man sich kümmern muss und nicht um Probleme um die du dich kümmern möchtest. D.h. man arbeitet ständig an Dingen von denen du dir wünschen würdest sie nicht machen zu müssen. Und dieser Zustand bleibt für eine lange Zeit so bestehen.

 

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